Der Hochschwarzwald - Von der Eiszeit bis heute

Der Hochschwarzwald rund um den Feldberg gilt als Touristenattraktion und schönstes Freizeit- und Ferienparadies in Baden-Württemberg. Seine spannende und facettenreiche Geschichte hingegen ist nur wenigen bekannt. Bronzezeitliche Pfeilspitzen auf dem Feldberg, keltische Steinkreise am Schluchsee, ein Dutzend Burgruinen in der Wutachschlucht, untergegangene Adelsgeschlechter, Klöster, Raubritter und Söldnerheere, Flößer, Glasbläser, Uhrmacher, Kriege, Pest und Katastrophen - dieses Buch blättert vergangene Jahrhunderte auf und zeichnet kundig und durch eine spektakuläre Illustration den langen Weg dieser Region von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart nach. Es ist die umfassende und doch kurzweilige Besiedelungs-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte einer der prominentesten Urlaubsregionen Deutschlands. 

Leider ist die gesamte Auflage bereits ausverkauft.  Der Verlag plant bis zum Frühjahr 2017 einen Nachdruck.

So geht es los

Es war ein verschneiter Novembertag im Jahre 1985. In der Lokalredaktion des Südkurier  in Neustadt trudelte per Fax eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur ein: „Ältester Stein Deutschlands bei Hinterzarten gefunden! Geschätztes Alter: Zwei Milliarden Jahre!“ Mitarbeiter des Mineralogisch-petrographischen Instituts der Universität Freiburg hätten, so hieß es da, am Silberberg einen Eklogit-Aphibolit geborgen und etwa 100 Kilogramm zur Altersanalyse fein zermahlen. Das Ergebnis der aufwändigen Altersbestimmung nach der sogenannten Uran-Blei-Datierungsmethode hat ergeben: Das Gestein ist 2,07 Milliarden Jahre alt, plusminus läppischer 0,085 Milliarden Jahre. Niemals zuvor war in Deutschland ein älterer Gesteinsbrocken identifiziert worden. Selbst im übrigen Mitteleuropa bringt es nur Gestein aus dem Gotthard-Massiv mit über 2,3 Milliarden Jahren auf ein höheres Alter .

Die Redakteure in ihrer gemütlich beheizten Lokalredaktion wussten nicht so recht, wie sie mit dieser Meldung umgehen sollten. „Wir bräuchten ein Bild von dem Stein“, waren sie sich schnell einig. Die einzige Chance, ein wirklich echtes Bild von diesem Stein zu bekommen, hätte darin bestanden, nach Freiburg zu fahren und dort im Mineralogischen Institut die untersuchte Gesteinsprobe zu fotografieren. Da diesen Aufwand niemand treiben wollte, schickte die Redaktion ihren rasendsten Reporter los, einen freien Mitarbeiter. Der fackelte nicht lange. Nach einer knappen Stunde kam er zurück und brachte das Bild von einem großen Felsbrocken mit, den er im Schneegestöber im Wald am Silberberg fotografiert hatte. Es war ein x-beliebiger Granitklotz. Doch am nächsten Tag war das Bild von diesem Findling in der Zeitung, und drunter stand: „Das älteste Gestein Deutschlands“. ...

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480 Seiten, erschienen 2009 im Thorbecke-Verlag, Ostfildern, ISBN 978-3-7995-0840-7

Termine - Neuigkeiten

Neuauflage:

Der Thorbecke-Verlag wird die seit zwei Jahren vergriffene Ausgabe jetzt neu auflegen. Derzeit bin ich mit der Überarbeitung beschäftigt. Ab Frühjahr 2017 sollte das Buch dann endlich wieder in den Handel kommen.

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